© Nicole Peters
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Atelier Peters  für soziales Wirken der Kunst
Der Kreuzherrenplatz in Brüggen, der Platz an den Rathaus, Pfarrkirche und Gastronomie angrenzen, der Platz den eine stattliche Blutbuche schmückt – oft ist er so was wie die gute Stube der Gemeinde. An manchen Tagen im Jahr für einige sogar der Nabel der Welt. Was interessiert mich an dem Platz? Ich sammle Geschichten für mein Projekt Blutbuche Brüggen Welche für Geschichten? Die Geschichten der Büggener zum Kreuzherrenplatz. Auf dem Platz und in den Gebäuden drum herum wird sich somit eine ganze Menge zugetragen haben. Es wurde geheiratet und getauft und regelmäßig bei den Jahresfesten das ein oder andere Bier die Kehle runtergespült. Brüggens Feierlustigkeit blieb zum Beispiel nicht immer Folgenlos – mal wurde die Blutbuche mit vielen Lichterketten dekoriert – sehr zum Ärgernis des Bürgermeisters. Mal wurde ein Brunnen auf dem Platz mit Waschpulver versetzt – das fand dann ein anderer Bürgermeister gar nicht toll. Ich sammele lustige oder traurige, kuriose oder verstörende, rührende oder stolze, gerade erst passierte oder schon hundert Jahre alte Geschichten. Und? Finde ich welche? Ja und nein. Es gibt wunderschöne Geschichten zu dem Platz. Aber ich vermute, viele sind einfach zu schüchtern. Sie meinen Ihre Geschichte sei es nicht wert, erzählt zu werden? Und gerade das ist so schade. Denn jede Geschichte ist wichtig. Denn sie ist ein Teil in dem Puzzel des Kreuzherrenplatzes. Je mehr Geschichten zusammen kommen, desto vielfältiger ist das Bild der Gemeinde Brüggen.  Das merkwürdige ist, je mehr man einsteigt in diese Arbeit, desto mehr Fragen tun sich auf. Ich alleine kann dieses Projekt gar nicht machen. Ich bin gnadenlos angewiesen auf die Mithilfe der Brüggener.“ Wer kennt denn noch das Feuerwerk zu St. Martin aus den Bullaugen des Kreuzherrenklosters? Wer hat zu Zeiten am Tresen gestanden, als man noch aus der Kneipe heraus der Sonntagsmesse beiwohnen konnte? Wer kann von der Zerstörung 1945 erzählen? Und wer hat gerade erst in der Kirche seine erste hl. Kommunion gefeiert? Wer hat auf dem Platz seine Liebe fürs Leben gefunden? Welche Kuriositäten gibt es bei der
Blutbuche Brüggen
Geschichtenerzähler 
Blutbuchenpflanzer 
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täglichen Verwaltungsarbeit? Welche merkwürdigen Kunden bedient man in den Geschäften rund um den Platz? Und welcher dolle Koup wurde nach dem xten Bier oder Wein in der Kneipe beschlossen und umgesetzt? Wer hat als Handwerker an dem Platz oder an den Gebäuden drumrum gearbeitet.? Wer hat im Kreuzherrenhof gewohnt? Wessen Vorfahren haben in der Seidenweberei im Kreuzherrenkloster ihren Lohn verdient? Und wer war heimlich in Pfarrers Garten? Welche Geschichten hat die Blutbuche erlebt? Und welche ereigneten sich weit vor ihrer Zeit? Was passiert dann mit den Geschichten? Sie werden Teil einer Installation im nächsten Sommer auf dem Kreuzherrenplatz. Und sie werden Brüggen verlassen. Wie? Zusammen mit einer kleinen Blutbuche! Ich hege und pflege gerade 200 kleine Blutbuchen. Viele von denen suchen noch ein neues Zuhause. Das kann in Brüggen sein, oder aber auf einem anderen Fleckchen Erde. Gehört dann zu jeder Blutbuche eine Geschichte? Richtig! Im Sommer nächsten Jahres stelle ich ein Gewächshaus auf den Kreuzherrenplatz. Texte und Fotos, die ich bis dahin gemacht und gesammelt habe fließen ein in eine Installation und Lichtprojektion. In dem Gewächshaus gibt es dann neben den Blutbuchen auch eine Bank. Dort trifft ein Geschichtenerzähler auf einen Blutbuchenpflanzer. Jeweils eine ganz bestimmte Geschichte ist somit jeweils an eine der 200 Blutbuchen gebunden. Der Blutbuchenpflanzer nimmt diese mit der Blutbuche mit nach Hause – ebenso wie die Begegnung mit dem Geschichtenerzähler. Ein Blutbuchen-Geschichten Netz verbindet dann 200 Orte auf der Welt mit Brüggen? So der Plan. Ein Netz aus Herzensverbindungen, aus dem auch mehr werden könnte. Jedoch nur, wenn viele Brüggener mitspinnen, Geschichten erzählen, Blutbuchenpflanzer finden. In alten Fotoalben stöbern und Ansatzpunkte für neue „Alte Geschichten“ finden. Liebe Brüggener – bitte macht mit. Erzählt mir Geschichten. Findet Blutbuchenpflanzer. Ich freue mich auf Ihre e-Mails, Telefonate, Zuschriften unter atelier@nicole-peters.de , Telefon: 02823 9760306 oder mobil 01744621098 oder postalisch an Maasstr. 12, 47574 Goch
Am Samstag, dem 8. September und am Sonntag, dem         9. September 2012 wird der Kreuzherrenplatz in Brüggen jeweils in der Zeit von 20.00 bis 24.00 Uhr zum Treffpunkt von Geschichtenerzählern und Blutbuchenpflanzern. Zur Vernissage am Samstag um 20.00 Uhr laden wir Sie und Ihre Freunde herzlich ein.   Begrüßung durch Bürgermeister Gerhard Gottwald. Einführende  Worte  durch  Kunsthistoriker Dr. Johannes Stahl   Nicole Peters, Künstlerin aus Goch, sammelte über ein Jahr Geschichten rund um die Brüggener Blutbuche auf dem Kreuzherrenplatz.  Das Ergebnis sind alte, neue, lustige, traurige und kuriose Erlebnisse.   Außerdem fotografierte Sie den Platz im Jahresverlauf, mal verlassen, mal belebt bei einer der vielen öffentlichen Veranstaltungen.
Parallel zog Frau Peters in ihrem Atelier „Kinder der Blutbuche Brüggen“ groß, für welche sie Baumpaten aus Deutschland und den Niederlanden fand. Die kleinen Buchen werden dann Brüggen gemeinsam mit einer Geschichte verlassen und so ein Netz aus neuen Pflanzorten, Geschichten und Herzens- verbindungen bilden - ein lebendiges Denkmal für Brüggener Geschichtenerzähler.   Die Geschichten und Fotos hat die Künstlerin zu einer Installation verarbeitet, die bei Dunkelheit auf die Fassade des  Brüggener Rathauses projeziert wird. Ein Gewächshaus auf dem Kreuzherrenplatz wird  Ort für Begegnungen zwischen Geschichtenerzählern und Blutbuchenpflanzern sein. Dazu  laden wir Sie herzlich ein: Erzählen Sie Ihre Geschichte – pflanzen Sie eine Blutbuche – oder seien Sie einfach nur dabei!
Gerhard Gottwald     Angelika Verkaar                        Nicole Peters Bürgermeister     Kulturausschussvorsitzende            Künstlerin
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Pflanzortkarte Herbst 2014 - viele Fotos von Blutbuchen haben mich erreicht. Von vielen Buchen habe ich auch selber noch Fotos gemacht. Jetzt entsteht ein Buch zu dem Projekt. Wer aber jetzt schon neugierig auf einige Fotos ist, der findet mit dem nebenstehenden Link zur Pflanzortkarte. Ein Klick auf die Baumnummer führt zur Geschichte und Foto des entsprechenden Bäumchens.
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